Wie man seine Ziele erreicht: Meine wichtigsten Einsichten

In einem der vorigen E-Zines habe ich euch von meinem Vorhaben erzählt zum ersten Mal 10km in offenem Wasser zu schwimmen. Ich habe es geschafft! Fast 2 Monate ist es her, dass ich 4 Stunden lang in den Wassern eines größeren Sees bei Utrecht lag. Etwas länger als ich mir erhofft hatte, aber es war auch recht viel Strömung dort.

Und obwohl schwimmen in offenen Gewässern um einiges interessanter ist als im Schwimmbad (wo man keinen dicken Karpfen oder Schwänen mit Jungen begegnet), hat man viel Zeit die Gedanken schweifen zu lassen.

Nach dem Finish fragte mich meine Schwester: ‚Hast Du während des Schwimmens auch manchmal an Aufgeben gedacht?’ ‚Natürlich, ungefähr 4 Stunden lang!’ war meine Antwort. Schon zu Beginn fühlte ich, dass ich keinen Top-Tag hatte. Alles war etwas schwergängig. Und bei so langen Abständen dauert es gefühlte Ewigkeiten bevor man überhaupt auf der Hälfte angekommen ist… und dann nochmal die ganze Runde.

Unterwegs begriff ich plötzlich was bei Menschen in vielen Fällen passiert, wenn sie ihre Ziele nicht erreichen. Die Erkenntnis, dass man zu Begin schon merkt, es läuft gar nicht optimal, verleitet einen schnell zur Kapitulation. Weil man denkt, dass man es nicht schaffen wird. Die richtige Frage aber, die Du dir stellen musst ist: Kann ich jetzt, in diesem Augenblick, wirklich nicht weiter?

Versteh mich nicht falsch – es ist prima aufzugeben wenn es wirklich nicht mehr geht. Wenn ich Schmerzen gehabt hätte, meine Arme nicht mehr hätte heben können oder der Strömung nicht gewachsen gewesen wäre, hätte ich abgebrochen. Erzwingen unter allen Umständen ist keine gute Idee.

Interessant ist dieses: Gedanken können komische Sachen zu Wege bringen. ‚Ich schaff’s nicht’, ‚Ich hatte schon zu Anfang Blei in den Beinen’, ‚Es ist noch so weit, das halte ich nicht durch…’ Als mir klar wurde, dass dies eben nur Gedanken sind, nicht unbedingt Wahrheiten, konnte ich sie loslassen. Hintergrundrauschen.

Nur der Moment zählt. Wie fühle ich mich jetzt? Kann ich jetzt noch ein Stück weiter? Ich muss mich nicht mit den 6 Kilometern beschäftigen, die noch vor mir liegen. Die kommen von selbst, wenn ich einfach weiter schwimme.

Eigentlich ist es beim Unternehmen ganz ähnlich. Ziele setzten ist wichtig. Ein Punkt am Horizont auf den Du dich richtest. Aber unterwegs solltest Du nicht zu viel auf diesen Punkt starren um ständig wieder die Distanz abschätzen. Richte dich stattdessen vor allem auf das, was Du in dem Moment tust. Und vergiss nicht dabei auch zu genießen. Denn aus sicherem Abstand betrachtet sehen die Schwäne mit ihren Kleinen wirklich prachtvoll aus!

Wann gehen deine Gedanken mit dir durch? Wie gehst Du damit um? Ich freue mich auf deine Tipps!

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Maaike van Steenis

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