Reklame machen – die do’s and don’ts

Ich schlendere über den Markt. Das Wetter ist super, dementsprechend viel ist hier los. An den Ständen stapelt sich farbenfroh Obst und Gemüse. Weiter hinten liegt meterlang frischer Fisch. Dazwischen weht der Duft gebrannter Mandeln vorbei.

Die Marktschreier preisen lautstark ihre Waren an: „Tomaten, herrliche, reife Tomaten!“ „Ziegenkäse, nur 7 Euro das Pfund!“ „Bohnen, Bohnen, die sich wirklich lohnen!“ Man stelle sich etwas Vergleichbares auf einer Kunstmesse vor: „Stillleben, wunderbare Stillleben!“ „Bronzebilder, schon ab 500,- Euro!“ „Abstrakte Fotografie zu konkreten Niedrigpreisen!“ Der Gedanke allein lässt mich innerlich schallend Lachen.

Und dennoch: Auch als kreativer Unternehmer kommt man nicht drum herum. Reklame machen ist wichtig! Du musst schließlich auf dich aufmerksam machen und zeigen, was Du zu bieten hast. Nur die Art und Weise ist eine ganz andere.

Viele Künstler und kreative Unternehmer tun sich schwer mit der Werbung. Natürlich wollen sie wahrgenommen werden. Natürlich wollen sie ihr Werk verkaufen. Aber nicht auf diese plumpe Manier.

Wie kannst Du Reklame machen auf eine Art und Weise, die zu dir passt? Was solltest Du tun? Was solltest Du lassen? Hier sind die wichtigsten do’s and don’ts:

  1. Setze auf Verbindung

Ein Kunstwerk ist kein Kopfsalat. Es ist etwas Besonderes, etwas das Menschen anschaffen um sich damit verbunden zu fühlen. Das gilt sowohl für das Werk als auch für den Macher. Nimm die potentiellen Kunden mit in der Geschichte deines Werkes. Woher kam die Inspiration? Wie ist es entstanden?

  1. Mach keine last-minute Angebote

Besonders für Bühnenkünstler gilt: Kurz vor der Vorstellung die letzten Karten zum halben Preis auf den Markt zu werfen scheint vielleicht zunächst eine tolle Idee – ist es aber nicht. Diejenigen, die rechtzeitig Karten zum vollen Preis kauften, fühlen sich benachteiligt. Und allgemein werden Besucher stimuliert immer länger mit dem Ankauf warten, in der Hoffnung auf Preisnachlass.

  1. Anzeigen – lieber öfter als grösser

Manchmal können Anzeigen und Annoncen sinnvoll sein. Aber Forschungsergebnisse zeigen, dass eine Anzeige von einem unbekannten Anbieter im Schnitt erst bei der achten Wiederholung wirklich wahrgenommen wird. Also überlege dir gut, ob Du ein kleines Vermögen in eine ganzseitige Anzeige steckst. Mit mehreren Kleinanzeigen erreichst Du wahrscheinlich mehr.

  1. Show – don’t tell

Egal ob Musiker, Grafikdesigner oder Porträtkünstler: Sich selber in den Himmel zu preisen ist selten überzeugend. Gib den potentiellen Kunden die Gelegenheit, sich selber von deinen Qualitäten zu überzeugen. Zum Beispiel mit gutem und repräsentativem Bild- und Tonmaterial.

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Maaike van Steenis

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