Mücke oder Elefant …?

Vor ziemlich genau 2 Monaten fand das letzte Training mit einem meiner niederländischen Kurse statt. Gemeinsam saßen wir zum abschließenden Umtrunk auf einer Terrasse. So gemütlich in der Sonne sitzend plauderten wir über verrückte Gedanken, die einen als Unternehmer so manchmal beschäftigen. Das eine oder andere Gläschen Wein macht redselig und so kamen immer mehr Geschichten auf den Tisch – Geschichten mit überraschend hohem Wiedererkennungswert…

So erzählte ich, dass ich irgendwann diese E-Mail bekam, von der Firma, bei der meine Webseite gehost ist. Bezüglich eines Updates. Ich las die Mail flüchtig. Ich musste etwas tun. Das musste vor einem bestimmten Datum geschehen.

Sofort begannen die Stimmen in meinem Kopf zu krakeelen:
– „Das ist bestimmt sehr kompliziert“
– „Ich hab’ hier jetzt gaaaar keinen Bock drauf“
– „Wenn ich was falsch mache implodiert meine Site und die tausenden Euros sind futsch und ich muss wieder ganz von vorne anfangen …“

Also tat ich, was viele Menschen in einer solchen Situation tun – nichts.

Ich klickte die E-Mail weg und widmete mich wieder dem Tagesgeschehen. Das Äquivalent dazu wäre, Finger in die Ohren stecken und laut „LALALA, ich hör dich nicht…“ rufen.

Zwei Wochen später folgte eine weitere E-Mail. Das Datum für das Update näherte sich, ich müsste handeln – und zwar innerhalb von 2 Wochen. Wieder weggeklickt. Ich hatte ja noch so viel Zeit… aber im Hinterkopf, da krakeelte weiterhin das panische Stimmchen.

Wiederum 2 E-Mails mit immer dringenderem Ton weiter erwog ich die Mail an meine Assistentin weiter zu leiten. Die wüsste damit bestimmt was anzufangen. Aber irgendwie fühlte sich das doof an – ich hatte es ja nicht einmal selber PROBIERT!

Ich seufzte tief und schenkte erstmal eine Tasse Tee ein. Ich mag zwar den Duft von Kaffee sehr, trinke aber lieber den Blätteraufguss. Ich öffnete die E-Mail. Las sie zum ersten Mal aufmerksam durch. Was musste ich tun? Zu meiner Bestürzung sah ich, ich musste lediglich einen Link anklicken.

Das war alles. Sonst nichts.

Ich fühlte mich spontan als enormer Versager. Ich hatte aus einer klitzekleinen Mücke einen gigantischen Elefanten gemacht.

Mir wurde klar, was für ein Prozess sich in meinem eigenen Hirn abgespielt hatte. Dass es nur meine Gedanken waren, die aus etwas ganz Einfachem etwas sehr Kompliziertes gemacht hatten. Vollkommen unnötig.

Jetzt kann ich darüber lachen. Stell dir vor, ich hätte wirklich meine Assistentin dafür bemüht – um einen Link anzuklicken. Das wäre ziemlich blöd gewesen.

Fortan lese ich meine E-Mails erst gründlich, statt vorschnell zu urteilen. Das erspart mir eine Menge Stress!

Was für irreale Gedanken plagen dich manchmal als Unternehmer? Ich finde es tapfer, wenn Du diese mit uns teilst.

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Maaike van Steenis

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