Was Du von dem niederländischen Maler Rubens über Geschäftstüchtigkeit lernen kannst

Letztes Wochenende besuchte ich wiedereinmal das wunderbare Museum Boijmans van Beuningen in meiner Heimatstadt Rotterdam. Zu sehen war eine Ausstellung rundum die Ölskizzen des niederländischen Künstlers Peter Paul Rubens. Diese Skizzen waren entstanden als Vorstudien zu seinen teilweise enormen Altarbildern und Deckenmalereien, die ihn so berühmt gemacht haben. Er experimentierte mit der Bildkomposition oder portraitierte Personen, die später in seinen Werken zu sehen waren. Diese Skizzen behielt er stets selbst, vieler Nachfragen und Kaufangebote zum Trotz.

Ich spazierte entlang der Malereien und nahm alle Informationen in mich auf. Teils über die kleinen Schildchen neben den Kunstwerken, teils durch den Filmbeitrag, in dem der Konservator Rubens’ Arbeitsweise erläuterte. Und dabei fand ich doch einiges Auffälliges bezüglich seiner Geschäftstüchtigkeit.

Fantastisch wie jemand, der vor vielen hunderten Jahren lebte und wirkte, uns immer noch so Aktuelles zum Thema künstlerisches Unternehmertum lehren kann. Das eine oder andere davon habe hier für euch zusammengefasst.

1. Rubens war Spezialist 

Obwohl vielseitig begabt als Künstler richtete Rubens sich vor allem auf große, oft vielteilige Malereien. Zum Beispiel Altarbilder oder Deckengemälde, die zum Teil aus dutzenden Elementen bestanden.

In seinen Briefen äußerte er oft, dass dies ihm am meisten Freude bereite. So wussten seine potentiellen Auftraggeber genau, was sie ihm am Besten anvertrauen konnten. Er wurde zu einem absoluten Spezialisten auf dem Gebiet von Kirchenkunst und anderen umfangreichen Projekten.

2. Mach nicht alles selbst

Die umfangreichen Projekte, in denen Rubens sich spezialisierte, konnte er unmöglich ganz allein ausführen. Er versammelte darum ein Team um sich, das gemeinsam seine Aufträge und Entwürfe ausführte. Er sorgte dafür, dass sein Stil, seine Handschrift sozusagen, immer erkennbar blieb, obwohl es viele waren, die daran arbeiteten.

Auch gibt es Werke, in denen er auf gleichwertiger Basis mit anderen zusammenarbeitete. In dem er zum Beispiel Portraits machte und andere Künstler die Stillleben machen ließ (was weniger seiner Begabung entsprach).

3. Sei überzeugt von deinen Fähigkeiten

„Es gibt nichts, was ich nicht kann“ schrieb Rubens über sein Werk an einen seiner Auftraggeber. Eine stolze Behauptung. Indem er selbst auf seine Fähigkeiten vertraute, taten andere das ebenfalls. Das brachte ihm unter anderem den Beinamen „Gott der Maler“ ein.

4. Kümmere dich um deine Beziehungen

Ausser Künstler war Rubens tatsächlich auch Diplomat. Das brachte ihm viele wertvolle Beziehungen ein. So lernte er zu verhandeln und geduldig zu sein. Nützliche Eigenschaften, wenn man bedenkt, dass manchmal Jahre vergingen, bis ein bestimmtes Projekt wirklich finanziert und ausgeführt werden konnte. Rubens blieb immer in Kontakt mit seinen potentiellen Auftraggebern und verschenkte auch schon mal hier und da ein Gemälde. Mit einer solchen „Visitenkarte“ machte er sich einfach unvergesslich.

Welche Künstler inspirieren dich als kreativen Unternehmer? Teile deine Gedanken mit uns.

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Maaike van Steenis

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